Montag, 7. Juli 2014

Spieler für den Sommer

Ich liebe ja diese kurzen "Schlafanzüge" vom schwedischen Mode-Riesen. Wir verwenden sie aber nicht für die Nacht - viel zu schade - sondern als Outwear. Als Einteiler sind sie super für draußen und naja - warum sowas nicht mal selber nähen. Schnittmuster gesucht und hier bei Sophie Kääriäinen von Nähglück fündig geworden.

Weil ich doch noch kein perfekter Näher bin und lieber mal einen Erfolg feiern möchte (denn jeder Rückschlag macht es schwerer, nächstes Mal den Entschluss zu fassen sich wieder hin zu setzen - aber das kennt jeder Kreativling - ein Erfolg jedoch verleitet zwangsweise zu weiteren "Meistertaten").

Nunja - langer Rede, kurzer Sinn, ich habe das gesamte ein wenig umgeändert. Ich habe normales Bündchen angenäht, anstatt es einzufassen. Das war es eigentlich eh schon mit den Veränderungen - ansonsten hab ich mich an das Schnittmuster gehalten (das ja mit seinen 3 Teilen wirklich deppensicher scheint).

Für das erste habe ich mich für einen Stoff entschieden, von dem noch genug da ist. Ich konnte leider keine der für das Baby gekauften Stoffe verwenden, denn ich hab immer nur 50cm gekauft. Das fand ich wirklich schade, denn ich brauchte für genau dieses Muster an die 55cm *mist*.

Aber gut - Stoff gefunden, Bündchen aus Jersey zugeschnitten und los gings. Den Stoff in der Kombination hab ich schon mal hier für unseren Mini verwendet - und so viel ich auch versuchte zu kombinieren, das ist das einzige das geht - finde ich.

hier das gute Stück


ganz brav stimmt sogar die Musterung (fast) überein
- das Verlorene ist in der Nahtzugabe verschwunden

Ich muss zugeben, es gibt Zeiten, in denen ich mich einfach nicht konzentriere. Das Resultat daraus ist dann, dass mein Göttergatte mit Schraubenzieher den Druckknöpfen zu Leibe rücken durfte - ganze 2 waren falsch drin.

Zum Vergleich: ein Spieler aus dem Handel und der gemachte. Auch der gekaufte ist ihm recht locker  - dieser ist noch größer ;-)



Ich bin froh, dass ich eine Großpackung Druckknöpfe zu Hause habe, denn alleine für so ein Projekt braucht man 11!!

Im Großen und Ganzen passt er recht gut. Der Stoff ist doch relativ schwer und so kommt schon ein ganz schönes Gewicht zusammen. Die Länge von Schulter bis Schritt passt genau, in der Breite ist er seeeehr luftig geschnitten und die Beine könnten ev. etwas kürzer sein - geht über die Knie - das ist vielleicht beim Krabbeln für den Stoff nicht besonders gut und im Sommer muss es nicht unbedingt so lang sein.


mein Fazit:
- nächstes Mal werde ich die Abschlüsse der einzelnen Bündchen-Phasen verändern müssen - da konnte ich dieses Mal keine schöne Lösung finden.
- Bündchen werden dicker gemacht - hier hab ich 3cm geschnitten, nächstes Mal wird's wohl 4,5
- Bündchen muss bei den Druckknöpfen verstärkt werden!!
- Beine kürzer - er krabbelt drauf und (ich habe die ANGST) er macht damit den Anzug schneller kaputt. Außerdem ist es im Sommer glaube ich nicht notwendig, so lange Beinchen zu haben.
- Ansonsten: schönes Schnittmuster - und soooo einfach, denn nur 3 Stücke zusammenzunähen.


Freitag, 4. Juli 2014

endlich herzeigen darf

Hier ist noch eine Kappe, die ich schon vor einiger Zeit genäht habe. Es sollte (zumindest teilweise, denn der Stoff wurde ausgesucht) eine Überraschung sein, aber ich musste abwarten, bis sie in den USA ankommt. Das hat so seine Zeit gedauert.

Aber hier ist sie:


Wie gewünscht mit Nackenschutz und Bändern. Das Schild ist extra groß gemacht und erfüllt glaube ich seinen Zweck ;-) Schnitt ist wieder von Schnabelina.


Schön nach Anleitung mit Kellerfalte (warum hatte ich damals bei meiner ersten Kappe nur "Angst" vor dieser Falte.....). Außerdem wieder mit Gummi hinten - es hat sich einfach bewährt, denn die Bindebänder sind nicht immer zu und so sitzt die Kappe.


Ganz genau darf man nicht hinsehen, dann würde man merken, dass die Nähte am Schild nicht mittig gesetzt sind - aber ich hab nix gesagt (und wer schaut denn schon....).


Wie immer bei meinen Kappen (da ich sie ja nicht wie in der Anleitung beschrieben doppelt nähe, denn das finde ich für den Sommer wirklich zu heiß) eine Art Schweißband, das auch zum Verdecken der Nähte und des Gummis hinten dient. 


Und hier der (hoffentlich glückliche) Träger. Die Mama ist jedenfalls glücklich und hat mich darüber informiert, dass sie in der ersten Stunde tragen schon 3 Komplimente bekommen hat *schulterklopf* - sowas zu hören macht doch ein wenig stolz ;-)

Da mein Mini den gleichen Kopfumfang hat wie der glückliche, zukünftige Besitzer, durfte er gleich probetragen, woraufhin mein Mann meinte: so einen musst du für unseren auch nähen!! Na - mal sehen.







Montag, 30. Juni 2014

Wenn der Junge größer wird, braucht er neue Unterhosen

Mein Maxi wächst schön langsam (aber sicher) aus seiner Größe 104 raus. Wird ja auch Zeit, wenn er in 2,5 Monaten 5 wird ;-)

Jetzt zwickts und drückts in der Hose - das hab ich als Anlass genommen mal selbst Unterhosen zu nähen (ja - man kann sich manchmal nur wundern, was man nicht alles selbst nähen kann).

Schnitt wurde es der aus der Oktober 6/10. Ich wollte einfach mal los legen und dieser kam mir noch am logischsten vor UND man kann kleinere Stoffreste verarbeiten, weil es alles kleine Einzelteile sind (muss allerdings sagen, dass man auch ein wenig länger näht dadurch, als wenn es größere, dafür weniger Teile sind, wie manche andere Unterhosen geschnitten sind).

Jedenfalls gab es jetzt schon 1 Woche "Mama, es drückt", "Mama, es zwickt", "Mama, die rutscht dauernd wohin wo sie nicht soll" (ihr wisst schon...). Somit hatte ich nicht viel Zeit nachzudenken und musste handeln.

Da ich es doch ein wenig abgewandelt habe - ich habe kein Bündchen angesetzt sondern einen Gummi mutgenäht und umgeschlagen - machte ich mal ein Probestück. Dieses wurde getragen und für soweit gut befunden - nur, dass der Schnitt eben ein Bündchen vorgesehen hat, und sie durch dem Umschlag am Bauch etwas kurz wurde.

Am Abend wurde der Schnitt verlängert und am nächsten Tag (Maxi war krank und hat praktisch den ganzen Tag auf der Couch geschlafen) während eines Mittagsschlafs vom Mini (der normal nie länger als 30 Min dauerte, doch an diesem Tag über 2 Stunden lang war), wurde zugeschnitten. Das aussuchen der Kombinationen hat gedauert, aber ich glaube ich habs ganz gut hinbekommen.

Viele Reste wurden verwertet, auch neue Stoffe angeschnitten - ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis ;-)


Unterhosen für eine ganze Woche ;-) 7 Stück sinds geworden.

Diese war die erste - sie wurde wie gesagt etwas zu kurz beim Bauch, denn sie geht so nur bis ca zum Bauchnabel, was Maxi dazu bewegt, sie dauernd rauf zu ziehen. Ansonsten meinte er, dass sie angenehm sitzt (zumindest rutscht nichts mehr wohin wo es nicht hin soll und es zwackt nichts mehr)



Bei folgender habe ich eine andere Methode für den Gummi ausprobiert - ist leider in die Hose gegangen (sie wartet immer noch darauf aufgetrennt zu werden...) Aber die Kombination gefällt mir irgendwie. Und dieser Augenkrebs-verursachende Stoff in Gelb wurde auch mal angeschnitten - unter der Hose kann er keinem mehr was tun!



Den Dino-Stoff hat er sich wieder gewünscht - der musste unbedingt mit ins Programm - Bittesehr!!



Mein Maxi liebt das Lied von Hänsel und Gretel. Als er diesen Stoff in meinem Fundus entdeckt hat, hat er sofort gemeint: Daraus will ich was genäht haben. Da jetzt die Unterhosen dran sind, wurde es eben das ;-)



Drachen aus dem Stoffkeller - die sind beim letzte Besuch dort einfach mutgeflattert. Lassen sich gut kombinieren mit schon vorhandenen Stoffen - auch wenns ein wenig verrückt aussieht (aber wozu hat man denn Unterhosen zu nähen, wenn nicht, um Stoffkombinationen auszuprobieren und etwas mutiger zu werden).


Und klar - die Feuerwehr. Wer ist nicht gerne Feuerwehrmann als kleiner Junge



Und hier noch eine mit Zahnrädern. Was man so für Stoffe findet im Fundus....... ;-P



Jaja - so gehts - die Kinder werden groß und die Mama muss sich an neue Projekte wagen. Schauen wir mal, ob wir in der Größe mit den genähten auskommen - seit wir sie haben halte ich mich jedenfalls ran mit waschen ;-)



Und weile so schön und bunt ist - ab damit nach hier


Sonntag, 22. Juni 2014

Wir nähen Ottobre - Tatütata-Shirt

In der vergangenen Woche ist ein neues Shirt entstanden. Da es für junge bald mal aus ist in Sachen verschiedene Sachen nähen (Shirts, Hauben, Pullover, Hosen, Kappen - viel mehr geht irgendwie net, denn Röcke und Kleider (von denen man soooooooo viele schöne Variationen nähen könnte) fallen schon mal weg (jaaa - genug gesudert!!!).

Also hab ich mir eine Ottobre her genommen und einen "neuen" Schnitt ausprobiert. Es erinnert ein wenig an ein Raglan-Shirt. Doch irgendwie ist es so Uniform-mäßig - ein bisschen wie ein Feuerwehr-Hauptmann, wenn man so will - Ottobre 6/10, Nr. 15 Villi Viikinki in Größe 110 mit improvisierten kurzen Ärmeln.

Der Feuerwehr-Stoff lag hier schon einige Zeit, doch es dauerte ein bisschen, bis ich die Overlock-Maschine wieder hervor gekramt habe - jetzt komme ich gerade drauf, dass die schon recht lange in der Versenkung stand, aber es macht immer wieder Spaß damit zu arbeiten ;-)




Die Säume habe ich diesmal mit Zickzack-Stich gemacht. Ich habe außerdem eine Methode entwickelt, die es mir absolut einfacher macht, die Umschläge regelmäßig zu halten. Und zwar hab ich mir vor längerer Zeit schon Bündchenstreifen aus Karton zugeschnitten. Diese habe ich als Vorlage benutzt um mir Bündchen zuzuschneiden (ich habe für Kinder 3cm, 4cm, 4,5cm, 5cm usw. Das geht dann bis 20cm, weil ja auch Bündchen für Hosen der Kids mit 10cm gemacht werden. Also kann man das praktisch für jede Größe machen). Ich hab mir eine 2cm-Markierung auf dem 3cm-Bündchenstreifen gemacht und es an den unteren Saum angelegt und darüber geschlagen. Mit dem Bügeleisen drüber und schon hab ich die richtige Breite. Ich hab früher mit Maßband und Bügeleisen gearbeitet - dabei sind mir auch Maßbänder schon geschmolzen - da ist Papier praktischer ;-)

Dann von rechts (mit Markierung an der Nähmaschine, wie weit es eingeschlagen ist) genäht und fertig. Ich war diesmal zu faul die Zwillingsnadel einzuspannen, obwohl ich es schöner damit finde. Für Mädchen kann man auch alle möglichen Zierstiche verwenden, das passt bei Buben nicht so wirklich.


Donnerstag, 29. Mai 2014

Kappen gehen auch für Mädels ;-)

Ich habe ja aus den Free-Books von Schnabelina schon einige Kappen genäht. Damit hab ich schon vor 2 Jahren begonnen (dieses hier  (die 2. auf dieser Seite) war wohl die erste - davor hab ich irgendwie nur einfache Dinge genäht und mich nicht über so komplizierte Dinge wie eine Kappe getraut).

Dieses Jahr wurde ich gefragt, wieder eine Mädchen-Kappe zu nähen, die nicht sooooooo mädchenhaft sein musste. Die Stoffwahl der Auftraggeberin fiel wieder auf den blauen Stoff mit den Kreisen - sie nannte ihn "Cupcakes-Stoff".
Kombiniert mit einer Uni-Farbe und den Akzenten des verwendeten Paspelbands war sie mit das aufwändigste Kappen-Projekt überhaupt. Ich stelle mich ja gerne der Herausforderung des Neuen und sowas hab ich echt noch nie zuvor gemacht.

Die Verwendung einer Paspel hat mir letztens so gut gefallen und ich wollte es wieder aufgreifen. Gedacht, getan: Für ein Mädchen habe ich mich wieder für den runden Schnitt entschieden (der gefällt mir irgendwie grundsätzlich besser). Mehr Teile, mehr Nähte -> mehr Möglichkeiten Paspeln einzusetzen. Und diese habe ich genützt.

Ich habe den Schirm bepaspelt, die einzelnen der 6 Teile des Kopfes und auch den Abschluss. Es wurde ja ohne Nackenschutz gewünscht ;-). Genäht habe ich Größe 48 für einen Kopfumfang von 46,5 mit eingesetztem Gummi an der Hinterseite.











PS: die Raupe-Nimmersatt-Kappe erregt immer recht viel Aufsehen im Tierpark, in Parks und auch auf der Straße. Immer wieder heißts mal: "oh, schau, ist das ne tolle Kappe", "hey - die ist aber lieb", "da, eine Raupe-Nimmersatt-Kappe". Das macht ehrlich stolz, so ein Unikat zu haben ;-) und weil es so schön ist, hier nochmal ein aktuelles Tragefoto ;-)



PPS: Letztens haben wir mit dieser Kappe eine Raupe Nimmersatt aufgegabelt - während wir im Tierpark waren. Wir haben sie dann auf ein grünes, saftiges Blatt gesetzt, damit sie sich von dem Kuchen, der sauren Gurke, dem Lolli, dem Stück Käse, der Wurst, der Melone, dem Muffin und dem Eis wieder erholen kann ;-)



Dienstag, 27. Mai 2014

Hüte

Eine Freundin hat mich angesprochen, ob ich nicht für ihre Tochter (die ein wenig jünger ist als mein Zwerg) einen Hut nähen kann. Gesagt, getan ;-)

Ich habe ihr 2 Mädchen-Hüte zur Auswahl gemacht:


einmal blau mit weiß bepunktet



hinten mit Gummizug



innen ein Koeperband als Schweißfänger und zum verstecken der Nähte



tadaaaaa! - Nummer 1



Nummer 2 in Pink mit grün Kariert und Herzerl (erinnert irgendwie an ein Trachtenmuster)



- gebügelt wärs wohl noch schöner ;-)



wieder mit Gummizug hinten.



hier die beiden im Vergleich ;-)


Freut mich jetzt umso mehr, dass der doch etwas trachtig angehauchte Hut jetzt Korea 
unsicher macht ;-)  

Der blaue SUCHT noch eine Trägerin ;-P 
Bedingungen: zwischen 45 und 47cm Kopfumfang muss die Glückliche haben und mir muss bescheid gegeben werden. Dann lässt sich bestimmt eine Einigung finden. Wer zuerst kommt, malt zuerst.

Verwendet wurde wieder Schnabelinas Freebook
Und heute schieß ich mal zu Meitlisache - weil ich auch für Mädchen nähen kann!! JA GENAU!!


Samstag, 17. Mai 2014

Hosen und ihre Löcher

Löcher, die nicht so gern gesehen sind, haben sich in die Hosen meiner Jungs geschlichen. Ich nehme mir immer mal vor, sie zu verschönern - obwohl Löcher in Jeans auch so ihre Schönheit haben. Auch meine Jeans haben ab und an mal Löcher. Und weil das meistens die Lieblingsjeans sind, werden sie einfach weiter getragen. So habe ich das auch bei meinen Jungs gehandhabt. Aber schön langsam ist es auffallend, dass wir wirklich kaum mehr welche haben ohne. Na dann.

Immer wieder mal sieht man verschiedene Lösungen für diese Herausforderung. Hinternähen, stopfen, Flicken drauf oder einfach eine kurze Hose draus machen ;-) Ich hab mich erst mal für eine Austausch-Methode entschieden. Das ist mir irgendwann mal eingefallen und ich hab dann gegoogelt und ganz nette Ideen dazu gesehen. Wieder mal eine Möglichkeit, Webbänder zu verbrauchen. Seht selbst:





Eine andere, die nur auf 1 Seite ein Loch hat, bekam ein Monsterchen. Wir werden sehen, wie es sich verhält nach dem Waschen, denn ich habe Filzreste verwendet, von denen ich nicht genau weiß, ob es Bastelfilz ist (dann würde es nicht halten in der Maschine). Außerdem sollte das ausgeschnittene Loch noch etwas fransiger werden. Ich bin gespannt (werde es wohl aber erste sehen, wenn mein Midi Größe 98 erreicht, denn ich hab sie zu lange liegen gelassen, und mein Maxi ist raus gewachsen).



Auf den Fotos sieht es irgendwie pink aus, aber es ist alles rot. Die Händchen des Monsterchens gucken raus. Die Augen sind appliziert mit rotem Zickzack und auch das Monster ist auf einen Jeans-Flicken appliziert, bevor ich alles eingesetzt habe. Mit Hilfe der Freihand-Stick-Funktion und der Transporteur-Verdeck-Platte (keine Ahnung, wie das wirklich heißt), konnte ich hin und her nähen und hatte so keine (großen) Probleme mit Platz für den Freiarm in dem Hosenbein. Eine Herausforderung war es trotzdem.

Ich hab früher schon mal 2 92er-Hosen geflickt und ich muss sagen, mit der Manövrier-Möglichkeit ist es bei der Größe dann schon ziemlich aus.

Na dann - noch ein paar weitere Hosen warten darauf bearbeitet werden (sogar eine von mir ist darunter ;-)).